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Achtung Eingewöhnung! 3 häufige Fehler, die du vermeiden solltest

  • 29. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Ist bei euch bald der Kindergartenstart und damit die Eingewöhnung im Kindergarten so weit? Wow!


Ich finde, nachdem man sich als Mama in der Elternzeit eingerichtet, sein Leben komplett umgestellt und sich auf diese neue Rolle eingelassen hat, ist eine Eingewöhnung ein riesiger Schritt. Nicht nur fürs Kind, sondern für die ganze Familie.


Natürlich wünschen wir uns alle einen guten Start. Deshalb möchten wir unsere Kinder bestmöglich auf die Eingewöhnung vorbereiten. Doch manchmal helfen gerade die Dinge am meisten, die wir nicht tun.


Hier verrate ich dir drei Fehler, die du bei der Kindergarten-Eingewöhnung vermeiden solltest.


1. Zu viel Spannung aufbauen

Wenn dein Kind mit einer riesigen positiven Erwartung in den Kindergarten startet, ist die Enttäuschung oft umso größer. Spätestens wenn dem Kind klar wird, dass es sich hier nicht um ein nettes, einmaliges Spiel handelt, sondern dass es auch an anstrengenden Tagen oder trotz Streit dorthin geht, kann es ungemütlich werden.

Wenn das Kind dann denkt: „Huch, alle haben doch gesagt, hier ist immer alles toll!", kann es glauben, der Fehler läge bei ihm. Der Frust ist dann oft deutlich größer, als wenn es von Anfang an weiß, dass es gute und schwierige Tage gibt. Und dass beides völlig normal ist.


-Versuche deshalb, den Kindergarten nicht als das Paradies zu verkaufen. Bereite dein Kind lieber ehrlich darauf vor: Es gibt dort viele schöne Dinge, aber auch Herausforderungen. Und egal, was passiert, ihr findet gemeinsam einen Weg.


2. Die eigene Unsicherheit auf das Kind übertragen

Versuche dir vorher klar zu werden, was deine eigenen Schwierigkeiten sein werden. Hast du zum Beispiel Angst, dass dein Kind die Trennung nicht schafft? Dann mach dir einen Notfallplan im Kopf und kläre mit den Erzieher:innen ab, ab welchem Punkt du benachrichtigt werden möchtest.


-Und dann: Lass los und vertraue.

Allgemein gilt: Wenn es eine echte Sorge ist, geh sie an. Bei allem anderen versuche loszulassen. Das wird dein Kind spüren. Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen das Gefühl geben: „Ich glaube daran, dass du das schaffst. Und wenn wirklich etwas unüberwindbares ist, bin ich da."


3. Unflexibel sein

Ein Fehler, den ich oft beobachte, ist, dass Eltern davon ausgehen, dass ihr Kind zu Hause vor dem Kindergarten ganz viel Zeit braucht. Dann fängt es noch ein Spiel an, frühstückt ewig und die Eltern werden immer nervöser. So kommt es jeden Morgen zu Stress.


-Wenn du merkst, dass die viele Zeit deinem Kind gar nicht guttut, sondern den Übergang eher schwerer macht, versuch es doch einmal andersherum.


Steht kurz vorm Losfahren auf, zieht euch an, putzt die Zähne und dann geht's los. Frühstücken kann man auch im Auto oder im Fahrradanhänger. Einigen Kindern tut es gut, morgens gar nicht erst einen langen Übergang zu Hause zu haben. Je länger sie Zeit haben, desto schwerer fällt ihnen der Abschied.


Es ist Typsache. Beobachte dein Kind und trau dich, eure Routine auch mal zu verändern. Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Es gibt den Weg, der zu euch passt.


Und weißt du was?


Selbst wenn du alles "richtig" machst, kann dein Kind weinen. Es kann Tage geben, an denen der Abschied leichtfällt, und Tage, an denen plötzlich wieder Tränen fließen. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Eingewöhnung gescheitert ist. Gefühle, Frust und auch Trennungsangst gehören bei vielen Kindern zu einer so großen Veränderung dazu.


Gleichzeitig bedeutet Vertrauen nicht, alles endlos auszuhalten. Wenn du über einen längeren Zeitraum merkst, dass dein Kind sich überhaupt nicht einlebt, stark leidet oder dein Bauchgefühl dir sagt, dass etwas nicht stimmt, darfst du hinschauen, Fragen stellen und auch Grenzen ziehen. Vertrauen heißt nicht, die Augen zu verschließen. Vertrauen bedeutet, dein Kind liebevoll zu begleiten und gleichzeitig Verantwortung zu übernehmen, wenn es Unterstützung braucht.


Jede Eingewöhnung verläuft anders. Es gibt nicht die eine Lösung, die für jede Familie passt. Aber es gibt Möglichkeiten, dein Kind so zu begleiten, dass es sich sicher fühlen kann und ihr gemeinsam gut durch diese aufregende Zeit kommt.


Wie war eure Eingewöhnung? Oder steht sie euch gerade erst bevor?


Ich freue mich wie immer auf eure Erfahrungen und den Austausch!


Deine Kadda ❤


„Wenn du dir bei eurer Eingewöhnung im Kindergarten Unterstützung wünschst oder ihr gerade feststeckt, begleite ich euch auch gerne in einer individuellen Eingewöhnungsberatung. Gemeinsam schauen wir auf euer Kind, eure Situation und finden einen Weg, der wirklich zu euch passt.“

 
 
 

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